Samstag, 3. Oktober 2009

Yellowstone National Park, Grand Teton National Park & Idaho

Kurz nach 9 Uhr fuhren wir zum North Entrance des Yellowstone Nationalparkes. Hier erfuhren wir auch, dass heute 2 der 3 gesperrten Straßen wieder geöffnet. Hätte man uns das gestern mal mitgteilt, dann hätten wir uns die 2.5-stündige Fahrt in den Norden sparen können. Dafür waren wir heute innerhalb 10 Minuten an den Mammoth Hot Springs. Begrüßt wurden wir auch gleich von einer Herde Wapitihirschen, die sich vor den Hot Springs niedergelassen hatten. Die Quellen sind terassenförmig angeordnet und auch hier kann man einen Spaziergang durch das Thermengebiet unternehmen. So früh am Morgen waren nur wenige Touristen unterwegs und die überfrorenen Grashalme glitzerten vor den bunt schillernden Quellen, deren Nebelschwaden sich von dem blauen Himmel abzeichneten. Die Bäume in diesem Gebiet sind regelrecht erstarrt. Durch die Aufnahme von Calziumcarbonate werden die Venen der Bäume verstopft, der Baum kann kein Wasser oder sonstige Mineralien mehr aufnehmen und wir sozusagen konserviert. Ohne Blätter, nur die grauen Stämme und Äste - und das in den Nebelschwaden. Dieses Gebiet ist im Übrigen auch sehr dynamisch. Von einem Tag auf den anderen können die Quellen versiegen und das für nur einen Tag, ein Monat oder
für Jahre.
Dafür können durch Risse oder Erdbeben aber auch genauso schnell wieder neue Quellen entstehen. Im Gebiet des Yellowstones Nationalparkes werden tausende von kleineren Erdbeben jährlich gemessen. Das letzte schwere Erdbeben war in den 70er Jahren. Bei einigen Vergleichsbilder aus den 7 0er Jahren, konnte man deutlich sehen, dass die heut weißen Terassen füher aufgrund des Schwefelgehaltes und des Reaktionen gelb-braun schimmerten.

Weiter ging unsere Fahrt, vorbei an Bisonherden zum Grand Canyon von Yellowstone. Tosende Wasserfälle, die wir von einem Overlook in einigen hundert Metern Höhe betrachten konnten. Hier wurden einem die gesamten Auswirkungen des Zusammentreffens der Elemente vor Augen geführt. Auch dieser Canyon hat sein Aussehen durch die Erbeben im Laufe der Zeit verändert. Auf dem Rückweg zur Hauststraße landeten wir in einem kleinen Stau. Man hatte die Autos verlassen und stand ein Stück weiter mit Kameras da und schaute in den Wald. Da wir natürlich nichts verpassen wollten, liefen auch wir hin in der Hoffnung einen Bären oder sonstige außergewöhnliche Tiere zu sehen. Allerdings saß in einem Baum nur eine große, dicke, graue Eule. Und dann so ein Aufriss? Groß war sie allerdings schon. Vorbei am Yellowstone Lake über West Thumb verließen wir den Yellowstone National Park, der uns sehr gut gefallen hat. In den 2 Tagen konnten wir leider nicht alles von dem riesigen Park sehen, für die wichtigsten Quellen und Geysire hat es aber gereicht.

Gleich im Süden grenzt der Grand Teton National Park an. Obwohl er sich in unmittelbare Nähe zum Yellowstone National Park befindet, ist die Landschaft dort ganz anders. Die Berge sind höher und schroffer und die Ebenen mit kleinen Büschen bewachsen, keine spuckenden Geysire oder heiße Quellen. Bei einem kurzen Spaziergang in dem relativen verlassen Coulder Bay hörten wir zur Abwechslung mal - nichts. Absolute Stille, die nur ab und zu mal durch das Rascheln eines Eichhörnchens unterbrochen wurde. Trotzdessen wir uns im "Bear Country" befunden haben und überall die Hinweise "Be Bear aware" lesen konnten, haben wir leider keinen einzigen zu Gesicht bekommen.

Nächste Stadt auf unsere Route ist Portland in Oregon. Die Fahrt dorthin dauert allerdings an die 13 Stunden und so wollten wir heute schon ein gutes Stück schaffen. Über die Berge (2580m) ging es von Wyoming in den Bundesstaat Idaho. In Idaho Falls machten wir Stopp um beim Thailänder zu Abendessen und sahen dabei auch die beleuchten Idaho Falls mit dem Mormonen Tempel im Hintergrund.

Ein Hotel hatten wir auch für heute Abend nicht reserviert, da wir flexibel sein wollten und nicht wussten wie gut wir durchkommen. Wir haben am Highway ein preisgünstiges Days Inn bei Twin Falls gefunden.

Freitag, 2. Oktober 2009

Wilder Westen & Yellowstone Nationalpark

Wir begannen den Tag mit einem reichhaltigen Frühstück im Hotel. Gegen 9.20 Uhr verließen wir Butte und erreichten 1,5 Stunden Nevada City. Dies war eine der Goldgräberstädte die Mitte 19. Jahrhunderts ihre Hochzeit hatte. Da 1940 allerdings nur noch 2 Einwohner dort lebten, fing man an alte Westernhäuser aus ganz Monatana zu sammeln und hier wieder aufzustellen. Das Freilichtmuseum war allerdings geschlossen, was uns dank einer unvrschlossenen Tür nicht davon abhielt einen kleinen Spaziergang durch die Straßen der alten Stadt zu machen. Alles war menschenleer, die alten Holzhäuser vor der Kulisse der verschneiten Berge - so kann man sich eine Geisterstadt doch ganz gut vorstellen. Gleich neben Nevada City liegt Virginia City. In dieser Stadt leben allerdings noch Menschen und die Mainstreet ist erhalten geblieben wie zu Zeiten des Wilden Westens. Heute befinden sich darin allerdings ganz normale Geschäfte und Restaurants.

Nach weiteren 2 Stunden Autofahrt kamen wir an den West Entrance des Yellowstone Nationalpark. Nachdem wir unsere $25 Eintrittsgebühr bezahlt hatten, wurde uns leider auch mitgeteilten, dass einige Straßen geschlossen sind. Für manche gibt es Zeiten, in denen man hinter einem Pilot Car die Straßen passieren darf. Das warf unseren Plan natürlich völlig über den Haufen und wir mussten improvisieren. Zum Glück hatten wir für heute Nacht kein Hotelzimmer gebucht, denn es hätte wahrscheinlich auf der falschen Seite des Parkes gelgen. Zunächst ging es also Richtung Old Faithful. Vorbei an Anglern, die im flachen Wasser fischten und den Ebenen in denen sich - wahrscheinlich Elks - herumtrieben in die bergigere Gegend. Außerdem kamen wir an einer Bisonherde vorbei. Bereits beim Entrance haben wir Infozettel erhalten, die uns auf die Gefahren bei der Begegnung mit einem Bison hinweisen, erhalten. Die Tieren sind sehr schwer und können trotzdem 3x schneller laufen als ein Mensch.

Die Landschaft hier ist wirklich einzigartig. Überall zeigten sich die Nebelschwaden, die von den Geysiren herauskamen. Hier und da sprudelte es aus den Rissen in der Erdoberfläche, aus manchen schoss das Wasser regelreht heraus. Die Baketerien und Pilze die sich um diese Feuerlöcher herum gebildet haben schillerten im Sonnenlicht in den unterschiedlichsten Farben, dazu das Grün der Tannen und der blaue Himmel mit ein paar weißen Wölkchen.

Die Eindrücke lassen sich nur schwer beschreiben, ich hoffe dass die Bilder diese Landschaft besser wiedergeben können. Natürlich stand auch der Besuch des wohl bekanntesten Geysirs "Old Faithful" auf dem Programm. Den Ausbruch dieses Geysirs kann man bis auf 10 Minuten genau vorhersagen, da er im Takt von 80-90 Minuten ausbricht. Dummerweise kamen wir 5 Minuten zu spät und vertrieben uns nun also die Zeit mit einem Spaziergang durch die umliegende Geysirgegend. Die Besucher müssen auf einem Holzsteg laufen, da die Erdkruste an den meisten Stellen sehr dünn ist und darunter das Wasser schon vor sich hin brodelt und man einbrechen könnte. Es bilden sich immer wieder neue Ausbruchstellen aus denen mit der Zeit Geysire werden.
Dann endlich war es so weit und keine 2 Minuten vor der vorausgesagten Zeit bracht er dann auch aus. Einige Meter hoch schoss das Wasser heraus umsäumt von einer großen Nebelwolke. Nach 1,5 Minuten ist das Schauspiel auch schon zu Ende, der Geysir hat sich abreagiert. Auf dem Weg zurück zum West Entrance kamen wir nochmals an einem Bison vorbei, dieses Mal durchwatete er gerade den Fluss.

In Madison aßen wir im Bullwinkel`s zu Abend, bevor wir uns wieder Richtung Norden aufmachten. Wir wollen morgen früh die m´Mammoth Hot Springs besuchen, die wir leider aufgrund der Straßensperrungen nicht so leicht über die parkeigenen Straßen erreichen können. Demzufolge wollen wir morgen gleich in der Nähe des North Entrance sein. Übernachten werden wir im Best Western Mammoth Springs.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Calgary, Head-smashed-Buffallo & Glacier National Park

Heute liegt ein andstrengender Tag hinter uns. Begonnen haben wir ihn mit einem Frühstück in unserem Hotel. Man lernt nie aus, auch was das nordamerikanische Frühstück angeht. Beim Betreten des Frühstücksraumes hatten wir schon den Waffelgeruch bemerkt, allerdings nur das Waffeleisen rumstehen sehen. Wir nahmen an, dass die Waffeln von einem Angestellten zubereitet werden. Erst als nach einigen Minuten ein Junge sich aus einem Automaten Teig abfüllt und diesen in das Waffeleisen goss, begriffen wir, dass der Automat den Teig beinhaltete.

Unsere heutige Calgary Tour begannen wir auf dem Scotsman Hill Park. Als der Morgentau noch auf dem Gras glitzerte standen wir bereits auf der kleinen Aussichtsterasse mit Blick auf die Skyline. Weiter ging es zum Fort Calgary. Das heutige Museum steht an der Stelle wo einst die Truppen der Royal Canadian Mounted Police ihr Fort errichteten. Das Museum erzählt von der Geschichte Calgarys, dem Leben damals
anhand von ausgewählten Familien unterschiedlichster Herkunft, die Entwicklung seit die ersten Siedler hier herkamen, nachdem die Eisenbahnlinie auch nach Calgary führte. Besonders schön fanden wir die Gelegenheit einmal eine echte Uniform von damals anzuziehen mit Jacke, Mütze und Handschuhen.

In der Innenstadt setzten wir unsere Runde fort. Die Devonian Gardens, ein botanischer Garten im Dachgeschoss einer Mall, sind leider bis nächsten Herbst aufgrund von Umbauarbeiten geschlossen. Also liefen wr weiter den Stephen Avenue Walk entlang, einer Fußgängerzone mitten in der Innenstadt. Vorbei durch das Chinatown von Calgary, welches im Übrigen das 3. älteste des Landes ist gelangten wir zu Eau Claire Market, einer bekannten Einkaufmall. Gleich dahinter befindet sich die Prince Island inmitten des Bow Rivers. Dieser gepflegte Park bieten noch einmal Sicht auf die Skyline, allerdings von der Nordseite. Zu bemerken ist bei der Skyline, dass sich sehr viele KIräne in diesem Bild wiederfinden. Calgary ist eine aufstrebende Stadt, deren Boom sich weitestgehend nach dem Ölpreis richtet.
Auf dem Rückweg zum Auto kamen wir noch am Olympic Plaza vorbei. Hier fand 1988 während der Olympischen Winterspiele die Medailllenübergabe statt. Gleich nebenan befindet sicha auch die City Hall. Mit dem C-Train (Straßenbahn) fuhren wir wieder ein Stück stadteinwärts. Die Bahn ist im Innenstadtbereich soga kostenlos. Ansonsten ist die Stadt auch für Fußgänger sehr gut ausgelegt. Zum einen findet man erhöhte (ca. 50cm) Fußwege an den Straßenbahnen und die sogenannten Walkways. Man geht in einem Gebäude 1 Stockwerk hoch und auf dieser Ebene ist dieses Gebäude mit dem nächsten verbunden. So kann man sich fast durch die ganze Innenstadt bewegen ohne nass zu werden. Auf diesem Level befinden sich meist auch Geschäfte, so dass sich eine Stadt über der eigentlich Stadt gebildet hat. Nachteil bei der ganzen Sache ist natürlich die Orientierung, denn man muss zum einen den Verlauf des Gebäudes kennen und dann auch noch den richtigen Walkway wählen.

Gegen 13 Uhr verließen wir Calgary und machten uns auf den Weg zur Grenze in die USA.
Der Süden Albertas war wieder durch weite Landschaften geprägt: gelbschimmernde Prärie im Westen zeichneten sich schwach die Rocky Mountains ab und vor uns die lange Straße. Wir kamen durch kleine Ortschaften die schon fast verlassen wirkten. Bevor die Grenze überquerten machten wir noch einen Abstecher zum Head-smashed-in Buffallo Hill. An diesem Berg haben die Indianer der Plains die Büffel hinunter getrieben und in den Tod geschickten. Unten brauchte man die Büffel dann nur noch "zubereiten".

Der Grenzübertritt zu den USA, genauer gesagt in den Bundesstaat Montana, war problemlos und nachdem wir all unsere Fingerabrücke sowie 6 US$ pro Person da gelassen hatten, konnten wir unsere Reise fortsetzen. Gleich nach der Grenze liegt der Glacier National Park.

In diesem befindet sich die Going-to-the-Sun-Road, ihres Zeichens schönste Panoramastraße Nordamerikas. Leider war diese nur no0ch bis zum Logan Pass befahrbar, danach finden in der Off-Peak Season Bauarbeiten statt. Wir fuhren dennoch so weit wie möglich, in der Hoffnung neben der herrlichen Landschaft mit schneebedeckten Bergen, Seen und leicht bezuckerten weißen Tannen auch einen Bären zu sehen. Trotz einer kurzen Wanderungen haben wir keinen angetroffen.

Wir setzten unsere fahrt for, denn bis Butte war es doch noch ein ganzes Stückchen. Auch in Montana kamen wir erst meilenweit durch keine Ortschaft und wenn denn mal eine da war, so konnte man sich durchaus in das 19. Jahrhundert zurückversetzt fühlen. An einigen Orten scheint die Zeit fast stehengeblieben zu sein. Heute Nacht werden wir im Best Western Plaza Inn Butte übernachten.

Mittwoch, 30. September 2009

Yoho National Park, Banff Gondola und Calgary Tower

Nach einem selbst zubereiteten Frühstück auf dem Hotelzimmer, machten wir uns zum Lake Louise auf. Das Wetter schien heute wieder auf unserer seite zu sein. Da es 9 Uhr morgens war, lag der See noch im Schatten und nur eine wenige Berge wurden von der Sonne angestrahlt. Die Stille wurde je unterbrochen, aks ein Bus Japaner freigelassen wurde. Wir fuhren also weiter zum benachbarten Moraine Lake. Auch dieser lag noch im Schatten.

Nächstes Ziel war der Yoho Nationalpark. Die kleine Schwester von Banff und Jasper ist weit weniger bekannt aber genau so schön. So befinden sich hier u.a. die Takakkaw Wasserfälle, die zu den höchsten Kandas zählen. Ein weiteres Highlight bildete der Emerald Lake. Wie sein Name bereits sagt, schimmert dieser im schönsten Smaragdton,, dazu die Bergkulisse - toll! Auf dem Weg zurück in den Banff Nationalpark kamen wir noch an einer Natural Bridge vorbei. Das Wasser hat sich hier seinen Weg durch die Felsen gebohrt und so eine natürliche Brücke geschaffen. Darüber laufen konnte man allerdings nicht.

Unseren nächsten Halt machten wir in Banff. Wir beschlossen kurzfristig aufgrund des schönen Wetter mit der Mount Sulphur Gondola auf ca. 2200m Höhe zu fahren. Dafür wurden wir mit einer herrlichen Aussicht auf die umliegenden Berge der Rocky Mountains und den Ort Banff belohnt. Wir unternahmen noch eine kurze Wanderung zu Wetterstation bevor es mit der Seilbahn wieder hinunter ging.

Gegen 16.30 Uhr verließen wir den Banff Nationalpark und erreichten 17.50 Uhr Calgary, die Olympiastadt von 1988. Da die Sonne noch schien, fuhren wir gleich in die Innenstadt und fuhren auf den Calgary Tower. In schwindelerregender Höhe kann man hier auf einem Glasfußboden stehen und über hundert Meter nach unten blicken. Wir genossen die Aussicht auf die aufstrebende Stadt und die umliegenden Prärien. Am Horizont konnte man noch die Rocky Mountains erahnen.

Nach Einbruch der Dunkelheit machten wir uns zum Hotel Comfort Inn auf und schossen noch ein paar Skylineaufnahmen.
Im Hotel haben wir einen beheizten Pool mit einer Rutsche! Natürlich mussten wir diese auch ausprobieren.

Morgen werden wir wahrscheinlich kein Internet haben. Der Reisebericht sowie die Bilder für diesen Eintrag werden später folgen.

Dienstag, 29. September 2009

Maligne Lake & Icefields Parkway

Mittlerweile wundert es uns eigentlich schon nicht mehr, wenn wir um 7:30 Uhr hellwach sind. So konnten wir auch heute den Tag früh beginnen. Leider war das Wetter verregnet und bewölkt und so beschlossen wir in Jasper in einer Bäckerei zu frühstücken.

Auf der Maligne Lake Road ging es zunächst zum Medicine Lake. Faszinierend an diesem See ist,
dass er eigentlich keinen Abfluss hat, doch im Herbst das Wasser hier in den Karsthöhlen versickert, um erst Kilometer weiter wieder an die Oberfläche zu treten. Jetzt Ende September war der See schon sehr versickert und legte an manchen Stellen den Erboden frei. Wir folgten weiter der Straße um schließlich an den Maligne Lake zu kommen. Hier hatten wir bereits in Deutschland Tickets für eine Bootstour zur Spirit Island gebucht. Auf fast jedem Reiseführer Kandas ist diese charakteristische kleine Insel abgebildet. Leider regnete es immernoch als wir um 12 Uhr mittags unsere Tour antraten. Der Bootsguide versuchte uns allerdings das Wetter schön zu reden, außerdem hätten wir das Privileg mit dem kleinsten aller Boote zu fahren. Unsere Gruppe bestand nämlich nur aus 6 Leuten und wir fuhren mit dem Boot "Curly", welches man normalerweise nur chartern kann für CAD 1500. Während der Fahrt auf den See fing es dann auch noch an zu schneien - der erste Schnee für diesen Winter. Auf der Halbinsel angekommen war es zwar kalt, aber herrlich ruhig, die grünen Bäume und davor das türkise Wasser. In der Hauptsaison liegen hier 3 Schiffe à 56 Leute und wir waren hier zu sechst + Kapitän und Guide. Mittlerweile hatte es aufgehört zu schneien und die Wolkendecke lockerte etwas auf. Nach ca. 90 min kamen wir wieder am Ufer an. Diese Bootsfahrt wurde wirklich nicht umsonst als die schönste Kanadas ausgezeichnet. Auch wenn wir nur die bewölkte Ausführung zu sehen bekommen haben, hat sich der Ausflug wider Erwarten doch gelohnt.

Nächster Stopp war am Maligne Canyon. In dieser Kalksteinschlucht hat das Wasser sich tief eingegraben und Figuren geformt. Nach dieser kurzen Wanderung machten wir uns auf die Fahrt Richtung Süden nach Lake Louise. Die Straße ist bekannt als der Icefield Parkway (#93) und wird als schönste Gebirgsstraße Kanadas gelobt. Einen Abstecher machten wir zu den 23m hohen Athabasca Falls. Den nächsten Haltepunkt bildeten auch wieder Wasserfälle: die
Sunwapta Falls. Das Panorama prägten Stromschnellen und Wasserfälle. Entlang des Grates der Berge, vorbei an türkisen Bergseen, über mehrere Pässe (der höchste war an die 2400m) gelangten wir zum Athabasca Gletscher, teil des großen Columbia Icefieldes, der sein Wasser in 3 Ozeane schickte: Pazifik, Atlantik und Polarmeer. Auf dem Weg zum Athabasca Gletscher erinnern Jahrestafeln daran wie der Gletscher in den letzten Jahrzehnten abgetaut ist. Erschreckend wenn man betrachtet wo er 1982 war. Auf dem Gletscher selbst, war es sehr kalt Vor allem durch den Wind und der Höhenlage schmerzten die Ohren.

Kurz darauf überquerten wir die Grenze zum Banff Nationalpark. Gegen 18.50 Uhr kamen wir
nach 337km in Lake Louise an. Wir hatten kein Hotel reserviert, da uns die Preise im Internet doch etwas zu hoch erschienen. Mit dem Preisrahmen aus dem Internet begaben wir uns zum Lake Louise Inn und siehe da, bekamen auch ein Zimmer welches CAD 20 unter dem Internetpreis lag. Den Abschluss des Tages bildeten ein Abendessen im Hotelrestaurant.

Montag, 28. September 2009

On the road again...

Auch diese Nacht war relativ kurz. Zur Abwechslung mal nicht wegen des Zeitunterschiedes, sondern weil wir die Fähre um 8.30 Uhr bekommen wollten. Gestern Abend hatte die Dame an der Rezeption uns noch mitgeteilt, dass es ein sehr schönes Wochenende gewesen sei und wohl viele nach Vancouver island gekommen sind. Deshalb waren die Fähren gestern auch sehr voll und es sind nicht alle mitgenommen worden. Unsere Investition in eine Reservierung für die Überfahrt hat sich also gelohnt.


6.30 Uhr hieß es aufstehen, Sachen zusammenpacken und nach einem, für kanadische Verhältnisse ziemlich umfangreichem Frühstück (Süßkartoffeln, Rüherei, Würstchen, Schinken und Toast), machten wir uns in Richtung Fähre auf. Diese ist keine 5 Autominuten vom Hotel entfernt. Da man allerdings mindestens 45 min vor Abfahrt auch mit Reservierung seine Tickets haben musste, standen wir schon 7:45 Uhr vor der Fähre. Die Überfahrt vom Departure Bay in Nanaimo zum Horseshoe Bay bei Vancouver dauerte 1:45 min. Da es noch früh am Morgn war, erhoben sich die Berge des Festlandes vor uns in einem bläulich Schleier und auch Vancouver konnte man nur schemenhaftm anhand seiner Umrisse erahnen. Während der Fahrt sprach uns ein älterer Mann an, der uns u.a. etwas über die Geschichte von Vancouver Island erzählte.
Angefangen von den Engländern, die dieses Gebiet besiedelten, die Indianer ermoderten, dem Forbidden Plateau auf dem sich die Frauen und Kinder versteckten und von der 100 foot Flutwelle, die vor ca. 3 Jahren die Westküste der Insel heimgesucht hat.

Vom Horseshoe Bay ging es entlang der Küste nach West Vancouver mit Blick auf den Stanley Park. Mittlerweile war es 12 Uhr und über Vancouver hingen immernoch dichte Wolken. Wir traten nun unsere 8- stündige Reise nach Jasper im Staat Alberta an. Angefangen vom weiten grünen Farmland, führte uns unser Weg Richtung Norden in die Rocky Mountains. Die Fahrt führte uns teilweise durch das Nichts, meilenweit keine Stadt. Witzigerweise befinden sich die Hinweisschilder wann die nächste Tankstelle kommt erst hinter der letzten Tankstelle. Also lieber noch einmal umdrehen und 2-3 Meilen zurückfahren als im Nirgendwo ohne Benzin da stehen. Die Natur auf dieser Strecke ist recht abwechslungsreich: vom Nadelwälder, Laubwäldern, kurze Prärien, schroffe Berge bis hin zu kleinen Seen und sich an der Straße entlang schlängelnden Flüssen wurde uns alles geboten.

19:50 Uhr, nach ca. 855km, erreichten wir unser Hotel in Jasper. Naja nicht ganz, denn kurz vor Jasper übertritt man nicht nur die Grenze von British Columbia nach Alberta, sondern auch die Zeitgrenze zur Mountain Time, das heißt wir haben eine Stunde verloren und es war bereits 20:15 Uhr - wird wohl wieder eine kurze Nacht werden... Noch einmal zur Erinnerung: wir befinden uns nun für die nächsten Tage nur noch 8 Stunden hinter der Mitteleuropäischen Zeitzone.

Das Tonquin Inn wo wir heute übernachten werden, ist erst kürzlich renoviert worden. Da uns für die Hot Tubs im Garten dann das Wetter doch etwas zu frisch war (10°C um 21 Uhr), gingen wir in das Hallenbad, welches wir ganz für uns hatten. Neben einem Pool gibt es hier auch einen heißen Whirlpool.

Sonntag, 27. September 2009

Von Victoria nach Ucluelet


Durch die Innenstadt bummelten wir vorbei am Bastion Square mit seinen kleinen Häusern und dem Kopfsteinpflaster, durch den Market Square, über den Sonntagsmarkt bis zum Chinatown. Hier in Victoria befindet sich das älteste Chinatown Kanadas und man findet hier ein herrliches Eingangstor vor, sowie eine Schule im chinesischen Baustil. Entlang des Inner Harbors liefen wir zurück zum Auto vor dem Parlamentsgebäude.
Den ersten Stopp auf unserer Inselrundfahrt machten wir in Chemainus. Die kleine Stadt ist berühmt für ihre vielen Wandgemälde, die sich u.a. mit der Geschichte des Ortes und den Ureinwohnern befassen. Gegen 14 Uhr setzten wir unsere Fahrt an die Südseite der Insel fort. Es gibt hier nicht sehr viele Straßen, die quer über die Insel gehen. Der Coastal Highway 4 ist einer der wenigen und führt zum Pacific Rim National Park. Dabei fährt man quasi einen Querschnitt durch die Insel und bekommt von allen Naturgegebenheite
n etwas mit: blaue Seen, die bewaldeten Berge, den Küstenregenwald und natürlich das offene Meer. Eine kurze Wanderung machten wir an Quilmwalch Wasserfällen.

Kurz bevor die Sonne dann endgültig verschwand kamen wir in Ucluelet, einem kleinen verschlafenen Hafenort an. Wir genossen die letzten Sonnenstrahlen am Hafen und Meer und machten uns dann wieder auf den 3,5h Rückweg nach Nanaimo.

In Port Alberni gab es bei Boston Pizza Abendessen (Teryaki Chicken & Reis und Parmesan Chicken mit Kartoffelpüree). 22:15 Uhr erreichten wir ziemlich müde unser Hotel Howard Johnson in Nanaimo.

Morgen früh um 8:30 Uhr haben wir eine Reservierung für die Fähre zurück auf das Festland.