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Montag, 27. Juli 2009

Istanbul (Türkei) - Tag 2

Auch heute Morgen hieß es wieder zeitig aufstehen. Bereits 5.45 Uhr standen wir auf, um rechtzeitig zum Ausflugsbeginn um 7 Uhr uns im Theater einzufinden. Mit dem Bus ging es zur Galata- Brücke, wo wir auf ein Boot umstiegen. Die Tour nannte sich „Istanbul vom Bosporus aus entdecken“.


Vorbei an der AIDA und hochherrschaftlicher Paläste wie dem Domabahce Saraye, ebenfalls ehemaliger Sitz der Sultane, der später dem Topkapi Palast vorgezogen wurde. Das Boot wechselte öfter die Seiten damit wir die asiatische und europäische Seite gleichermaßen bewundern konnten. Hier stehen die teuersten Villen der Stadt, darunter auch die 5. Teuerste Villa laut Forbes. Wirklich glauben konnte ich dies allerdings beim Anblick der besagten Villa nicht, da einige der Hollywood Größen bei Weitem schmuckere Villen besitzen. Unter der Bosporus Brücke ging es hindurch bis hinauf zur 2. etwas längeren Hängebrücke, wo der Bosporus am schmalsten ist und auch die gefährlichste Strömung zu finden ist. Hier steht auch die Festungsanlage Rumeli Hisari steht, welche heute ein Freilichtmuseum ist. Nach dieser Brücke lässt die Bebauung vor allem auf der asiatischen Seite nach.Wir passierten auch die Sommerresidenz des türkischen Staatsministers und das Gästehaus des deutschen Konsulats. In der Ferne konnten wir die Einmündung des Schwarzen Meeres sehen, wir legten allerdings vorher wieder an der europäischen Seite an und verließen das Schiff.


Auf dem Rückweg stiegen wir noch in dem Stadtviertel Ortaköy aus, einem ehemaligen Fischerdorf am Bosporus. 2 Kirchen, eine Synagoge und eine Moschee liegen hier in unmittelbare Nähe beieinander. Heutzutage versuchen hier unbekannte junge Künstler auf dem Straßenmarkt zu Ruhm zu kommen. Ansonsten bietet das Viertel zahlreiche türkische Kaffeehäuser, die der Reiseleiter uns anpries – wahrscheinlich bekommt er dafür eine Provision. Die Wenigsten unserer Gruppe taten allerdings wie geheißen.

Pünktlich verließen wir 12 Uhr den Hafen von Istanbul und machten uns wieder auf den Weg nach Südwesten. Am Nachmittag beantwortete uns der 1. nautische Offizier unsere Fragen in einer "nautischen Stunde". Sehr interessant, da man zunächst etwas über das Schiff und dessen Technik erfuhr und auch die Fragen der Mitreisenden erweiterten unser Wissen.

Morgen gegen 10 Uhr werden wir im Hafen von Vólos auf dem griechischen Festland anlegen.

Sonntag, 26. Juli 2009

Istanbul (Türkei) - Tag 1

Auf unserem heutigen Plan stand der Ausflug „Istanbuls Höhepunkte“. Mit mehr als 15Mio Einwohner ist Istanbul eine der größten Städte der Welt. In der Altstadt findet man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die wir uns anschauen wollten: das Topkapi- Museum, die Hagia Sophia und die Blaue Moschee.

Direkt auf dem Hippodrom, einer alten Pferderennbahn, die man zugeschüttet hatte, begannen wir unseren Stadtrundgang. Vorbei an den agyptischen und osmanischen Monumenten gelangten wir zur Sultan-Ahmed-Moschee. Wegen der blauen Fliesen im Inneren der Moschee wird sie auch Blaue Moschee genannt. Hier mussten wir wieder unsere Schuhe ausziehen, bevor es hinein ging und uns ein Geruch wie in einem muffigen Schuhschrank entgegenschlug. Einzigartig sind die 6 Minarette der Moschee. Der Architekt Mehmet Aga sollte eine „goldene“ Moschee errichten, hatte aber bereits das ganze Budget für die Verzierung im Inneren verwendet. Da die Worte für Gold und Sechs im Türkischen allerdings fast gleich klingen, erfand dieser die Ausrede dass er mit 6 Minaretten verstanden habe und musste diese Missverständnis nicht mit dem Leben bezahlen.

Über einen Platz mit Blumen und Springbrunnen gelangten wir zur gegenüberliegenden Hagia Sophia, eines der größten Kirchenbauten der Welt, die mit den besten Werkstoffe der damaligen Zeit erbaut wurde: Elfenbein aus Afrika, Marmor aus Ägypten, Säulen aus den Ruinen der altgriechischen Stadt Ephesus. Der riesige Dom ist 55m hoch, die ehemaligen Gold- und Silberapplikationen fielen einst dem 4. Kreuzzug zum Opfer. Die verbleibenden Mosaike an den Decken blättern ab oder fallen herunter, sodass man die Hagia Sophia selten ohne ein Gerüst im Inneren vorfindet.

Letzter Stopp vor dem Mittagessen war die Yerebatan Zisterne. Dieser 1400 Jahre alte unterirdische Palast ist in Wirklichkeit ein byzantinischer Wasserspeicher, der von 336 Säulen gehalten wird. Er befindet sich unterhalb eines Hauptplatzes und war für den Fall einer längeren Belagerung oder einer Dürre gebaut wurden. Hier wurden auch Szenen des James Bond Filmes „Liebesgrüße aus Moskau“ gedreht.

Zum Mittagessen wurden wir zurück auf die AIDA gebracht und 14 Uhr ging es weiter. Dieses Mal stand der Besuch des Topkapi-Palastes an, welcher 400 Jahre lang das Herz des gesamten Osmanischen Reiches war. Der Palast besteht aus mehreren Gebäuden auf einer Landzunge von der man den Bosporus und das Goldene Horn überblicken kann. Vorbei an den langen Küchenräumen, war unser erstes Anlaufpunkt die Schatzkammer, die nach dem Tower in London eine der wertvollsten der Welt sein soll. Viele der der zahllosen Räume waren allerdings klein, stickig und offenbarten uns Körpergerüche der Menschenmassen, weshalb unser Besuch in den Innenräumen relativ kurz ausfiel. Der Ausblick von den Terrassen entschädigte dann etwas, auch wenn die Sicht heut etwas diesig war.

Zum goldenen Abschluss wurden dann alle Busse zum Juwelier Stork’s. Trotz 28% Rabatt konnten wir uns nicht dazu überwinden etwas zu kaufen, allerdings gab es Getränke und den Ausblick von der Dachterrasse des ehemaligen Frauengefängnisses ganz umsonst. Den ersten Bus nahmen wir wieder zurück zum Schiff.

Dienstag, 21. Juli 2009

Marmaris (Türkei)

Der Tag begann erholsam mit dem Frühstück gegen 9.15 Uhr. Anschließend ging es wieder auf das Sonnendeck. Bei der AIDAtime-Präsentation erfuhren wir mehr über die Flotte von AIDA und die neuesten Routen. 12.30 Uhr gab es Mittagessen, während wir durch die Meerenge nach Marmaris schipperten.

Das kleine Städtchen ist eines der beliebtesten Reiseziele in der westlichen Türkei. Eine osmanische Burg bildet den Mittelpunkt des Städtchens, zu der wir durch enge Gassen gelangten. Weiter führte uns unser Weg durch eine überdachte Passage, in der wir bei jedem Geschäft von der Seite angesprochen wurden, um etwas zu kaufen. Wieder draußen, erreichten wir endlich den Strand. Leider war dieser zu steinig und das Wasser zeichnete sich auch nicht gerade durch seine Sauberkeit aus – was bei den Touristenmassen auch nicht verwundert.

Der Weg zurück zum Schiff streckte sich, da man einen großen Bogen laufen musste, jedoch waren wir pünktlich 18.30 Uhr zum Abendessen wieder an Bord. Nach dem Auslaufen um 22Uhr gab es auf dem Pooldeck eine „Abba und Roxette“- Show vom AIDAvita Showensemble.